Bürger*Innen fragen – wir antworten

18.Januar 2020 – Was meinen die Weilerswister Grünen zu dem Vorschlag die Straßen vor den Schulen, morgens und mittags für die Elterntaxis zu sperren nach dem Vorbild von anderen Städten?

Die Grünen im Rat der Gemeinde Weilerswist haben im konkreten Fall zuletzt mit der Ratsmehrheit für eine Einbahnstraßenregelung gestimmt, weil die Sperrungsvariante am Parkplatz für die Betreuer einen neuen, als bedenklicher bewerteteten Gefahrenschwerpunkt geschaffen hätte und eine Lösung mit Sperrpollern zusätzliche fachfremde Arbeit für die Kita-MitarbeiterInnen bedeuten würde. Zudem sei es dort bisher nicht zu nennenswerten Gefahrensituationen gekommen. Für jede Einrichtung ist separat zu prüfen, welche Möglichkeiten bestehen, um sowohl die Ankunft zu Fuß wie auch das „Zur Schule bringen“ gefahrensicher zu gestalten. Berufstätige Eltern bevorzugen meist die zeitsparendste Möglichkeit, ihre Kinder wohlbehalten zur Kita/Schule zu bringen. Dort müssen Initiativen für Treffpunkte von – teilweise begleiteten – Schulweginitiativen ansetzen.
Wir sind überzeugt: besser als Verbote wäre es, neben Kitas und Schulen auch die Eltern in die Verantwortung zu nehmen, den Kindern beizubringen, gemeinsam von einem sicheren Ausgangspunkt aus zur Schule zu gehen (Modell „Fußgängerbus“). Wo dies nicht möglich ist, regen wir an, Fahrgemeinschaften zu bilden. Außerdem unterstützen wir Initiativen, einen im Rahmen von z.B. Elternpflegschaft organisierten Fahrdienst einzurichten. Uns ist bewusst, dass all dies in einer ländlichen Kommune wie Weilerswist eine größere Herausforderung darstellt als in Städten, da die Kinder teils kilometerlange Wege zur Schule oder Kita haben.